Auch in der Welt der Kleinsten hat die Technologie enorme Fortschritte gemacht. Denken Sie zum Beispiel daran, dass heute ein Kind programmieren kann, wie sich ein kleiner Roboter auf einem Spielfeld bewegt, und ein Mädchen nicht nur Spaß daran hat, Puppen zu schminken, sondern sogar selbst verschiedene Kosmetika herzustellen, indem es Grundmaterialien mischt, als würde es in einem echten Chemielabor arbeiten. Diese beiden Beispiele beziehen sich auf die STEM-Spiele, die der Einfachheit halber als „Spiele für kleine Genies“ bezeichnet werden und darauf abzielen, das wissenschaftliche, mathematische, technologische und ingenieurwissenschaftliche Interesse der Kinder zu wecken und ihnen durch Spaß die grundlegenden Prinzipien der heutigen Welt zu vermitteln.
Wenn wir von Technologie sprechen, denken wir jedoch vor allem an Tablets, mit denen Kinder viele Dinge lernen – zum Beispiel Englisch, ohne es wirklich zu merken – einfach durch das Spielen mit Apps.
Wenn sie keinen ausdrücklich pädagogischen Zweck verfolgen, gewinnen Hightech-Spielzeuge die Vorlieben der Kleinen noch leichter. So ist es zum Beispiel bei Spielzeug-Drohnen, die zahlreiche Gelegenheiten zum Spaß bieten, auch wenn sie nur im Haus fliegen.
Doch angesichts so viel Innovation und Komfort gibt es auch die Kehrseite der Medaille, die überhaupt nicht so versteckt ist und leider genau die kindliche Unbekümmertheit bedroht, die diese Produkte frei, anregend und sicher machen sollen. Wie Regaliperbambini.org, eine auf Spielzeug und Kinderprodukte spezialisierte Webseite, betont, können Spielzeuge und andere Hightech-Produkte gefährlich sein, besonders wenn Eltern nicht genau überwachen, wie ihre Kinder sie verwenden, oder im schlimmsten Fall Videospiele, Tablets und Ähnliches als akzeptable Betreuungsangebote ansehen, denen sie ihre Kinder anvertrauen.
Kinder und Hightech-Produkte: Worauf achten
Wie bei jedem anderen Aspekt des Lebens ihrer Kinder müssen die Eltern also darauf achten, wie viel Zeit die Kinder mit verschiedenen Aktivitäten verbringen, eingreifen und ihre Tage neu ordnen, wenn Prioritäten neu gesetzt werden müssen. Sehen wir uns die Risiken einzeln an.
Bewegungsmangel
Zunächst ist es wichtig, eine der offensichtlichsten und bekanntesten Folgen von zu viel Zeit vor Tablets und Videospielen anzugehen, nämlich den Mangel an körperlicher Betätigung. Eine gesunde körperliche Aktivität ist für alle wichtig, erst recht für Kinder, die sich körperlich entwickeln. Die Eltern müssen unbedingt verhindern, dass das Kind die Bewegung vernachlässigt und sich in einer virtuellen Welt isoliert, die den Kontakt zur Realität bedroht und vor allem ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet, indem sie Übergewicht, in schwereren Fällen sogar Fettleibigkeit und alle damit verbundenen Kreislaufprobleme aussetzt.
Videospielsucht
Wenn die Zeit, die mit Videospielen (am PC, Fernseher oder Tablet) verbracht wird, so übermäßig wird, dass sie die Zeit für wirklich wichtige Dinge einschränkt (nicht nur das Lernen, sondern auch Essen und Schlafen), könnte ein Suchtproblem vorliegen. Die sogenannte „Gaming Disorder“ wurde kürzlich von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, in die Liste der anerkannten Krankheiten aufgenommen. Dies soll Eltern besonders für die Risiken sensibilisieren, die mit zu viel Zeit vor Videospielen verbunden sind.
Sicherheitsprobleme
Und was ist mit den praktischen Smartwatches für Kinder, die zusätzlich zu digitalen Uhren mit Spielen immer verbunden sind und den Eltern jederzeit den Standort des Kindes anzeigen sollen? Prinzipiell soll das die Sicherheit der Kinder erhöhen, aber dieses Prinzip kann auch von Hackern ausgenutzt werden, um den Standort auszuspähen, wodurch das Kind enormen Gefahren ausgesetzt ist.
Auch in der Schule
Die Gefahr der heutigen Zeit besteht darin, Technologie generell als etwas Positives anzusehen, oft ohne vorherige Erprobung, Bewertung oder Reflexion über mögliche negative Aspekte. Und das betrifft nicht nur Eltern, die Hightech-Geschenke für ihre Kinder kaufen, sondern die ganze Gesellschaft. Kürzlich hat die Bildungsministerin Valeria Fedeli zum Beispiel die Nutzung mobiler Geräte als Unterrichtswerkzeuge in Schulen eingeführt (zum Beispiel Tablets statt Bücher). Diese Neuerung hat sicherlich den Vorteil, Kinder von Anfang an mit den modernen Werkzeugen vertraut zu machen, mit denen sie ihre Zukunft gestalten werden, doch gleichzeitig behaupten einige Pädagogen, dass diese Entscheidung ohne ausreichende Forschungsgrundlage getroffen wurde. Im Gegenteil legen die wenigen derzeit verfügbaren Studien zu diesem sehr neuen Gebiet nahe, dass das Tippen auf der Tastatur generell eine Verringerung der Gehirnverbindungen bewirkt, so dass das Kind in der Tat „desensibilisiert“ wird und beispielsweise größere Schwierigkeiten haben wird, den Stift effektiv zum Schreiben zu verwenden.
Bis neue Studien und Forschungen uns helfen, besser zu verstehen, wie wir die unglaublichen Möglichkeiten der Technologie verwalten und nutzen können, ist es also ratsam, besonders bei Kindern vorsichtig damit umzugehen.










